TheoPrax
Samstag, 31. Mai 2008Das Buch TheoPrax - Bausteine für lernende Organisationen von Peter Eyerer bescheibt ein Modell zur Verbindung der Theorie mit der Praxis. Meine Motivation dieses Buch zu lesen war, etwas über das Modell der lernenden Organisation nach dem Vorbild von Peter Senge zu lernen.
Kurz gesagt geht es in dem Buch um die Idee, dass sich die Wirtschaft mehr für die Schüler und Studenten interessieren sollte. Sie sollte Ihnen kleinere Projekte zu Übungszwecken übertragen und Ihre Arbeit entlohnen. Dadurch würden die Studenten und Schüler aus höheren Klassen mehr Praxiserfahrung sammeln und finanziell gestärkt. Im Gegenzug würden die Unternehmen die Arbeit erledigt bekommen, für die die Mitarbeiter keine Zeit haben. Für diese Idee hat Eyerer ein Modell mit dem Namen TheoPrax. So viel zu Theorie. Und nun die Praxis: Das Modell von Eyerer wurde zu einer Verbindung umgesetzt, diese informiert über Ihre Aktivitäten auf folgender Seite: http://www.theo-prax.de/
Ehrlich gesagt bin ich von dem Buch enttäuscht, da es bei der lernenden Organisation überhaupt nicht um die Grundsätze von Senge geht. Denn: Wie soll eine Organisation etwas lernen, wenn Ihre Arbeit von Studenten und Schülern erledigt wird? Ich selbst habe in einem kleinen Unternehmen gearbeitet, welches studentische Hilfskräfte einsetzt. Fakt ist: Das was die Studenten in dieser Firma umsetzen, wird überhaupt nicht dokumentiert. Wenn Sie nach einem oder zwei Jahren das Unternehmen verlassen, nehmen Sie Ihr Wissen und Erfahrungen mit. Also ist TheoPrax meiner Meinung nach nur ein theoretisches Modell, welches überhaupt nicht praktikabel ist. Und der Untertitel “Bausteine für eine lernende Organisation” passt dazu schon garnicht!

